So „jung“ das Gebetshaus Düren auch ist, so spannend sind die Umstände, die zur Gründung dieses Ortes der Anbetung und des Lobpreises geführt haben.

 

Auf eine Einladung der Evangelischen Allianz sprach Christiane Hammer, eine der Gründerinnen des Gebetshauses Augsburg, im März 2016 im Treffpunkt Freikirche vor ca. 120 Teilnehmern zum Thema Anbetung. Hier lernten sich auch ein freikirchliches Ehepaar, die den Wunsch nach der Gründung eines Gebetshauses schon lange im Herzen spürten und ein katholisches Ehepaar, die einer spontanen Einladung folgten, kennen.

 

In den darauffolgenden Monaten traf man sich immer wieder, um über dieses Projekt zu sprechen und vor allem um diese Sache von Anfang an im Gebet vor Gott zu tragen. Immer wieder erinnerte man sich daran, dass es kein von Menschen gemachtes, sondern ein von Gott gebautes Haus werden sollte.

 

Eine von den vieren, die im Predigtdienst ihrer Gemeinde tätig ist, hielt am 20.03.2016 eine Predigt, in der, ausgehend von Joh. 17,21 die Grundlagen des Gebetes in Einheit und Einigkeit klar formuliert und beschrieben wurden. 

 

Im Herbst des Jahres war man dann soweit, dass der Wunsch zur Gründung immer stärker wurde. Die Abstände der regelmäßigen Treffen wurden immer kürzer, das Gebet immer intensiver.  

 

Dann geschah etwas Unerwartetes. Eine Freundin des katholischen Ehepaares, Mutter von zwei Söhnen und ebenfalls eine Gott liebende katholische Christin, erlitt durch einige sehr ungünstige Umstände einen irreparablen Leberschaden. Im Uniklinikum Aachen sollte innerhalb kürzester Zeit eine Lebertransplantation durchgeführt werden. Es bestand akute Lebensgefahr. Schnell nahm man seine Zuflucht zu Gott und aktivierte Freunde und Bekannte, für diese Person zu beten. Durch die Freundschaft von vier Menschen aus verschiedenen konfessionellen Hintergründen, bestand die fürbittende Gemeinde letztlich aus einer bunten Truppe, die aber die Liebe und das Gebet in Einheit verband. Um nur einige zu nennen: Solid Base, Köln; Karmelkloster Düren; Treffpunkt Freikirche, Gebetshaus Augsburg, Opus Dei Deutschland, kath. Gemeinde Langerwehe, Gerd Hoppe und die European Initiative Deutschland und einer ganzen Reihe verschiedener Einzelpersonen aus verschiedenen Denominationen. 

 

Obwohl die gesundheitliche Lage sehr schwierig war und anfangs auch keine geeignete Spenderleber gefunden wurde, wuchs die Gewissheit der Heilung sehr schnell und am Morgen des 22.11. entstand folgende Mail: 

 

„Vielleicht macht Gott diese Sache auch abhängig von unserer Bereitschaft ihm bedingungslos zu folgen. Es ist nur so ein Gefühl, aber ich denke, Jesus will das „Gebetshaus“ ;-) auf jeden Fall einen Ort oder was auch immer, wo Christen aller Konfessionen sich in der gemeinsamen Liebe zu ihm zusammentun und zwar in dem kleinen Düren.“ 

 

Am Nachmittag traf man sich bei der Kranken um mit den unterschiedlichsten Christen um deren Heilung zu beten. Dies war für alle ein sehr bewegender Moment. 

 

Am gleichen Abend wurde das Gebetshaus Düren von den beiden Ehepaaren  offiziell gegründet. Der Herr schenkte der glücklichen kleinen Gemeinschaft Psalm 84, der sie auf diesem Weg ermutigte. 

 

Es folgten dann noch ein paar aufwühlende Tage in denen der Bilirubinwert von 37 auf 14 sank und man zwei mögliche Transplantationstermine verschieben konnte. Man wollte abwarten. Nach etwa einer Woche sprachen die Ärzte von einem Wunder und konnten sich diese Heilung nicht erklären. Das Weihnachtsfest konnte im Kreis der überglücklichen Familie gefeiert werden. 

 

Die Ärzte hatten sie mit den Worten entlassen:“Diese Heilung wird uns noch lange beschäftigen!“ 

 

Einen Ort zu schaffen, an dem der dreieinige Gott 24 Stunden an 7 Tagen die Woche angebetet wird, an dem ununterbrochen Menschen in Kommunikation mit Gott sind, das war und ist die Vision. 

 

Zwischenzeitlich sind bis heute folgende Dinge geschehen: Aus den 14tägigen privaten Gebetstreffen, die zwei Monate andauerten, sind schnell wöchentliche private Treffen mit sechs bis zehn Personen geworden. Seit Ende April 2017 wurden zwei Gebetstreffen pro Woche abgehalten. Der Herr hat es so geführt, dass wir uns seit dem 25. April 2017 an den Dienstagen und Donnerstagen im Kinderheim St. Josef, Düren zur Anbetung treffen können. Im Juni kam der Mittwochabend noch dazu. Ca. 5 -10 Personen nehmen alternierend an den Treffen teil. 

 

Viele Menschen aus unserer Stadt und angrenzenden Orten haben den Hunger und die Vision, Christus unserem Herrn Anbetung und Ehre zu geben.

 

Die Umstände um die Gründung des Hauses und die Heilung der lieben Freundin sind vom Geist Gottes gewirkt worden. Er wollte das Gebet um Heilung in Einheit und hat das Rufen seiner Kinder erhört und damit ein starkes Zeichen gesetzt. 

 

Wir haben dieses Gefühl heute noch und fühlen uns reich beschenkt. Wir haben den starken Eindruck, dass Gott sich an dem Gebet in Einheit erfreut, ja dass ER ES WILL. Ja, wir glauben, dass ER mit Düren einen Plan hat, und das wir ein Teil dieses Planes sein dürfen! Deshalb werden wir im Gebet nicht nachlassen und andere Menschen in dieser Stadt ermuntern, in dieses Bitten mit einzustimmen.

 

Wir ALLE sind vor allen theologischen Unterschieden zuallererst seine geliebten Kinder und das erfahren wir in unseren Zusammenkünften, die von SEINER starken Präsenz erfüllt sind. 

 

Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.“ (Joh 17,21)