Frage: Warum ein Gebetshaus? Es gibt doch Gemeinden!

Antwort: Ein Gebetshaus ist eben keine Gemeinde und will es auch ausdrücklich nicht sein. Wir sind ein Ort, an dem Christen Gott gemeinsam anbeten und um Hilfe bitten. Wir tun dies als Christen unterschiedlicher Herkunft. Dies ist in einer Gemeinde nicht unbedingt so. Wir leben eigentlich ein Zukunftsbild. Wir sind Menschen, die vom Blut des Lammes erlöst wurden und dies für ihr Leben ausdrücklich angenommen haben. Wir glauben, dass wir einst vor Gott stehen werden, in all unserer Unterschiedlichkeit. Es gibt kein Exklusivrecht für eine bestimmte Denomination. Gott entscheidet, wer zu ihm gehört.

Frage: Also glaubt jeder einzelne von euch an eine andere Wahrheit?

Antwort: Uns vereint eine Wahrheit: Jesus Christus, der allein "der Weg, die Wahrheit und das Leben ist." (Joh. 14,6) Darüber hinaus gibt es Unterschiede. Oft sind es Randfragen, aber es gibt auch durchaus wirklich Trennendes. Wir haben in einem Gebetshaus nicht den Anspruch diese "heute" zu lösen. Wir wollen unsere Geschwister in Liebe annehmen und in ihrer jetzigen Position stehen lassen. Wir versammeln uns, um Gott zu zeigen, dass wir uns in Liebe gegenseitig annehmen können und bestrebt sind, in Frieden und Liebe miteinander zu leben. Welchen theologischen Weg der einzelne geht, interessiert uns im Moment der Anbetung im Gebetshaus nicht.

Frage: Hat die Idee "Gebetshaus" in einer Kleinstadt wie Düren eine überhaupt eine Chance?

Antwort: Die Gebetshausbewegung hat sich seit den neunziger Jahren weltweit extrem verbreitet. Wir sind der festen Meinung, dass es ein von Gott gewolltes Sehnen in den Herzen der Menschen nach Einheit gibt. Es ist ein Werk des heiligen Geistes. Gerade junge Christen werden immer offener für die Erfahrungen ihrer Geschwister in den anderen Denominationen. Die "Mehr Konferenzen" mit mehr als 12.000 Teilnehmern und die starke Medienpräsenz des Gebetshauses Augsburg zeigen dies deutlich. Übrigens gibt es in ganz Deutschland fast 100 große und kleine Gebetshäuser. Was Düren angeht, folgen wir nicht einer fixen Idee, sondern wir sind davon überzeugt, dass Gott hier ein Gebetshaus möchte. Deshalb lieben wir das, wir wir für Gott tun dürfen. 

Frage: Wie viele treffen sich bei euch regelmäßig zum Gebet?

Das ist sehr unterschiedlich. Wir haben Abende, mit 8 Personen. Manchmal sind wir auch nur 2 oder 3 Leute. Düren ist eine kleine Stadt ohne Uni. Das schlägt sich auch im Gebetshaus nieder. Die Frage nach der Menge der Teilnehmer führt allerdings auch in eine Sackgasse. Jesus war in dem Moment seines größten Sieges fast allein. Gott sieht nicht auf die Anzahl der Mitglieder, sondern auf das brennende, gläubige Herz der Beter. Ob wir einmal viele Beter sind entscheidet Gott nicht wir. Wir beten damit sein Wille geschieht, nicht um unsere persönlichen Wünsche und Sehnsüchte zu erfüllen. 

 

 

Frage: Aber vergleicht man sich nicht doch ab und zu mit Gebetshäusern wie in Augsburg oder Freiburg?

Ich habe das eine Zeitlang getan und habe dann mit der Zeit gemerkt, dass Vergleiche eine Waffe des Feindes sind. Man könnte es biblisch belegen, aber ich denke einfach, dass wir in Düren eine spezifische Aufgabe haben, die in jeder anderen Stadt auch ganz anders sein kann. Übrigens, haben wir keine Mindestteilnehmerzahl, sondern machen das, was Gott uns aufgetragen hat. Zeit mit Gott ist immer kostbar!

Frage: Welche Aufgabe siehst du für euch?

Wir beten für Erweckung und für Zusammenarbeit der Christen in der ganzen Region. Wir freuen uns über gute Kontakte zu Gebetshäusern und Gemeinden über die Stadtgrenze hinaus.  Die Menschen mit der rettenden Botschaft Jesu in Berührung zu bringen - das ist letztlich das Ziel, dass uns mit allen Christen verbindet.